|| Schleswig-Holstein > Tagebuch "Freiwillige Inklusiv" > 01.06. Dithm/Schleusenbesuch |
Die Freiwilligengruppe in Meldorf / Dithmarschen arbeitet an der Dokumentation „Ankommen in Dithmarschen – Sichtweisen neuer Zuwanderer“ (noch als Arbeitstitel). In der Gruppe sind zurzeit hauptsächlich eritreische Geflüchtete, die in Meldorf, Heide und Umgebung leben. Sie haben in Interviews bereits viel aus der Heimat und von ihren Fluchtgeschichten erzählt. Jetzt in Dithmarschen lebend, nehmen sie das Angebot des Projekts, sich über die besonderen regionalen Sehenswürdigkeiten zu informieren, gern entgegen.
So machte sich am Donnerstag den 1. Juni eine Gruppe auf, um an einer offenen Schleusenführung in Brunsbüttel teilzunehmen. Die Gruppenführerin, die selbst als Kind schon auf den Schleusen spielte, hatte viele interessante Details über den Kanalbau, die Geschichte und das jetzige Projekt, den Bau einer 5. Schleusenkammer, zu berichten.
Insbesondere für die jungen eritreischen Männer war die Besichtigung und Beobachtung der durchfahrenden Schiffe hoch interessant und vor allem ganz neu: denn in Eritrea gibt es an der Küste nur zwei bedeutende Hafenstädte und keinen Kanal. Die meisten kommen aus dem Landesinneren und haben bisher wenig Erfahrung mit der Schifffahrt. Umso spannender ist es, ganz neue Eindrücke aufzunehmen und auch die technischen Aspekte wahrzunehmen. Der Bau der 5. Schleusenkammer ist ein Projekt, das seit Jahren geplant und durchgeführt wird und bis 2020, der geplanten Eröffnung, mindestens 500 Millionen Euro verschlingen wird.
Die jungen Männer konnten nicht alles verstehen, was die Schleusenführerin trotz ihrer langsamen und deutlichen Sprache erzählte – dafür waren aber die sichtbaren Eindrücke so vielfältig, dass es auf jeden Fall ein beeindruckendes Erlebnis war und ihnen die neue Heimat etwas nähergebracht wurde.
(Text: Andrea Bastian)
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