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Von der Nord- an die Ostsee
Interviews in der Landeshauptstadt Kiel

Mitte März machten sich drei eritreische Teilnehmer der Freiwilligengruppe in Meldorf auf die Reise nach Kiel, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Geplant war ein Treffen mit dem eritreischen Sprachmittler Habtom Ghiray aus Kiel und Projektkoordinatorin Andrea Bastian, um persönliche Interviews für ihre Flucht aus Eritrea und das Ankommen in Dithmarschen zu führen. Die Interviews werden ein Teil der geplanten Dokumentation: „Ankommen in Dithmarschen – Sichtweisen neuer (eritreischer/afrikanischer/…) Zuwanderer auf Land und Leute“. Dies ist der provisorische Titel.


Nach einer längeren Bahnreise traf man sich im Statt-Café in der Nähe des Bahnhofs, um abwechselnd die persönlichen Interviews zu führen. Währenddessen machten sich immer zwei auf den Weg in die Innenstadt Kiels und genossen das Erlebnis, in einer größeren Stadt zu sein. Glücklicherweise schien die Sonne, sodass sich in den Augen der jungen Männer die lange Anfahrt gelohnt hatte. Sie bestaunten die großen Fährschiffe, den Hafen in der Innenförde und genossen insbesondere das Einkaufserlebnis im Sophienhof. „Jetzt sind wir in Europa angekommen!“


Auf die Interviews hatten sie sich bereits durch vorher übergebene Interviewfragen vorbereitet und erzählten in ihrer Sprache Tigrinya über ihren Weg – jeweils nur so viel, wie sie preisgeben wollten.
Über das Ankommen berichteten sie übereinstimmend, dass sie die Freiheit genießen.


„Man kann sogar locker mit der Polizei sprechen und seine Meinung sagen“, bemerkte der 22-jährige Huruy.


Die Dokumentation wird in diesem Jahr weiter von der Gruppe in Meldorf bearbeitet und im Laufe des Projekts „Freiwillige Inklusiv“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

(Text: Andrea Bastian)

Die Interviewer an der Förde.

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